Kontraproduktiv
Frauenring gegen die Idee der automatischen gemeinsamen Obsorge
Der Österreichische Frauenring (ÖFR), Dachorganisation aller österreichischen Frauenvereine, spricht sich entschieden gegen die Idee der automatischen gemeinsamen Obsorge von Justizministerin Mag.a Claudia Bandion-Ortner aus.
Die seit Monaten andauernde Diskussion darüber erweckt den Eindruck, dass es nicht in erster Linie um das Wohl der Kinder und der alleinerziehenden Mütter und Väter geht, sondern vielmehr um eine Wiedereinführung patriarchaler Rechte.
Eltern, die sich nach der Scheidung gemeinsam um ihre Kinder kümmern, brauchen kein Gesetz, sondern wirksame Unterstützung seitens der Jugendämter und Fürsorge-Institutionen. Das Gleiche gilt auch für Eltern, die miteinander im Streit sind und das auf Kosten des Wohlergehens ihrer Kinder austragen. …weiterlesen
PRESSEINFORMATION GEWALT AN FRAUEN IST IMMER AUCH GEWALT AN KINDERN
Frauenhäuser lehnen eine “automatische gemeinsame Obsorge” ab
Wien, 23. Juni 2010: Justizministerin Claudia Bandion-Ortner plädiert für eine automatische gemeinsame Obsorge nach einer Scheidung für beide Elternteile und will diese Neuregelung morgen bei einer Enquete im Parlament mit verschiedenen ExpertInnen diskutieren.
Die österreichischen Frauenhäuser sehen jedoch keinen Handlungsbedarf für eine Änderung der derzeitigen Obsorgeregelung – weder für eheliche noch für uneheliche Kinder. “Solange Gewalt an Frauen und Kindern in der Familie und in der Beziehung bei der Scheidung wenig bis gar nicht berücksichtigt wird, sehen wir keinen Grund für eine Neuregelung”, so Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser. …weiterlesen