Der Österreichische Frauenring (ÖFR) ist die Dachorganisation österreichischer Frauenvereine. Ihm gehören Vertreterinnen der Parteien, die Frauenorganisationen der Gewerkschaften und der Standesvertretungen, der Katholischen und Evangelischen Kirche, autonome Frauengruppen und unabhängige Frauenorganisationen an.

Mit mehr als 40 Mitgliedsorganisationen ist der Österreichische Frauenring der Dachverband österreichischer Frauenorganisationen und vertritt in Summe eine Million Mitglieder. Die zentralen Anliegen sind die Wahrung der Rechte aller Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter.

Kontraproduktiv

Frauenring gegen die Idee der automatischen gemeinsamen Obsorge

Der Österreichische Frauenring (ÖFR), Dachorganisation aller österreichischen Frauenvereine, spricht sich entschieden gegen die Idee der automatischen gemeinsamen Obsorge von Justizministerin Mag.a Claudia Bandion-Ortner aus.

Die seit Monaten andauernde Diskussion darüber erweckt den Eindruck, dass es nicht in erster Linie um das Wohl der Kinder und der alleinerziehenden Mütter und Väter geht, sondern vielmehr um eine Wiedereinführung patriarchaler Rechte.

Eltern, die sich nach der Scheidung gemeinsam um ihre Kinder kümmern, brauchen kein Gesetz, sondern wirksame Unterstützung seitens der Jugendämter und Fürsorge-Institutionen. Das Gleiche gilt auch für Eltern, die miteinander im Streit sind und das auf Kosten des Wohlergehens ihrer Kinder austragen. …weiterlesen

PRESSEINFORMATION GEWALT AN FRAUEN IST IMMER AUCH GEWALT AN KINDERN

Frauenhäuser lehnen eine “automatische gemeinsame Obsorge” ab

Wien, 23. Juni 2010: Justizministerin Claudia Bandion-Ortner plädiert für eine automatische gemeinsame Obsorge nach einer Scheidung für beide Elternteile und will diese Neuregelung morgen bei einer Enquete im Parlament mit verschiedenen ExpertInnen diskutieren.

Die österreichischen Frauenhäuser sehen jedoch keinen Handlungsbedarf für eine Änderung der derzeitigen Obsorgeregelung – weder für eheliche noch für uneheliche Kinder. “Solange Gewalt an Frauen und Kindern in der Familie und in der Beziehung bei der Scheidung wenig bis gar nicht berücksichtigt wird, sehen wir keinen Grund für eine Neuregelung”, so Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser. …weiterlesen