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Überlegungen zu einer feministischen politischen Ökonomie von Frauenrechten

Freitag, 3. März 2017 - 16:00

WIDE im Diskurs

Ausgangspunkt der Überlegungen von Mascha Madörin ist die „Care-Ökonomie“ – das große Feld bezahlter und unbezahlter „Reproduktions-“ oder „Sorgearbeit“, und ihr Beitrag zum Funktionieren von Wirtschaft, Gesellschaft bzw. zur Blockade oder Verwirklichung von Frauenrechten. Unterschiedliche Perspektiven und unterschiedliche kapitalismuskritische Analysen führen zu unterschiedlichen Einschätzungen und feministischen Forderungen. Wie denken wir uns die ökonomischen Zusammenhänge, die wichtig sind für Frauenrechte?
Anhand von feministischen Forderungen – 20 Jahre Frauenvolksbegehren in Österreich, frauenpolitische Ziele im Rahmen der SDGs, jüngste Frauen-Demonstrationen in Polen oder den USA –  werden wir gemeinsam die sich darin widerspiegelnden wirtschaftspolitischen Annahmen analysieren und mit der Referentin darüber diskutieren, welches Ökonomieverständnis und welche Wirtschaftspolitik(en) es braucht, um Frauenrechte zu stärken.

Referentin: Mascha Madörin ist Ökonomin (lic.rer.pol. Universität Basel, 1970). Ihr Themenspektrum umfasst Entwicklungsökonomie und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Finanzkrisen, Gender Budgeting oder die politische und soziale Ökonomie von „Care“ in der Schweiz. Sie hat sich mit Südafrika unter der Apartheid und mit dem Finanzplatz Schweiz beschäftigt, die Politik der internationalen Finanzinstitutionen in Bezug auf ihre Auswirkungen auf Frauen untersucht, sowie zuletzt die Griechenland- und Eurokrise in einem Blog kommentiert.

Moderation: Ursula Dullnig

Veranstalterinnen: WIDE, Joan Robinson, Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie an der WU Wien in Kooperation mit: Frauenhetz, VrauWL - Kollektiv von VWL Studentinnen* und Ökonominnen* in Wien, FZ – autonom-feministisches FrauenLesbenZentrum Wien, precarity office, AG feministische Meso- und Makroökonomie

Wirtschaft feministisch denken

Donnerstag, 2. März 2017 - 18:30

Ein Gespräch mit Mascha Madörin

Eine echte Pionierin. Seltener war die Bezeichnung zutreffender als für die Schweizer Wirtschaftswissenschaftlerin Mascha Madörin. Anlässlich ihres 70. Geburtstages befasst ich das Buch „Quer denken“ mit ihrem Leben. Eine hervorragende Gelegenheit, um mit der Grande Dame der feministischen Ökonomie über ihre Perspektiven und Ansätze zu sprechen.

Ihrer Zeit war sie zumeist einen Schritt voraus. Und sie war immer eine Grenzgängerin zwischen beiden Welten: kritischer Wissensproduktion und politischer Praxis. In Mosambik lehrt sie in den Siebzigern in einem gerade unabhängig gewordenen Staat zu entwicklungsökonomischen Themen. Danach organisiert sie in der Schweiz den Kampf gegen das Apartheid-Regime und deckt die schamlosen wirtschaftlichen Beziehungen ihres Landes zu Südafrika auf.

Sie ist eine frühe Kritikerin des Finanzplatzes Schweiz und setzt sich für die Abschaffung des Bankgeheimnisses ein. Mit ihren Arbeiten in den Neunzigern wird Mascha Madörin eine Wegbereiterin der feministischen Ökonomie. Sie bringt Licht in die blinden Flecken der Wirtschaftstheorie und -politik. Bahnbrechend sind ihre Analysen der Care Ökonomie und Ökonomisierung der Pflege, die sie heftig kritisiert: „Man kann immer billiger Smartphones herstellen, aber nicht immer billiger pflegen.“

Jede Menge Material für ein spannendes Gespräch zwischen zwei Generationen von feministischen Ökonominnen zu kritischer Wissensproduktion, politischer Praxis und allem, was dazwischen liegt.

Die Abteilungen Frauen-Familie und Wirtschaftswissenschaft der AK Wien laden deshalb am 2. März um 18:30 Uhr in den Lesesaal der AK Bibliothek (Prinz-Eugen-Straße 20-22, 1040 Wien).

Der Österreichische Frauenring trauert um Frauenministerin und ehemalige Frauenringvorsitzende Dr.in Sabine Oberhauser

Donnerstag, 23. Februar 2017 - 20:15

Nachruf auf Sabine Oberhauser

Der Tod von Sabine Oberhauser hat uns tief erschüttert. Österreich verliert eine engagierte und mutige Frauenpolitikerin. Dass sie den Kampf gegen den Krebs verloren hat, macht uns sehr betroffen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.

Mit Sabine Oberhauser geht eine erfahrene, leidenschaftliche und offene Politikerin von uns. Als sie im Juli des Vorjahres angelobt wurde, stellte sie in ihren ersten Interviews als Frauenministerin so treffend fest: „Politik ist Bohren harter Bretter. Bei Frauenpolitik kommt noch eine Stahlplatte hinzu." - “Frauen müssen lästig sein. Ich habe aber nicht vor, dabei verhärmt und verbiestert zu sein. Ich werde mir mein Lachen und mein freundliches Gesicht nicht verderben lassen.” Als engagierte Feministin und als warmherziger Mensch wird sie vielen in Erinnerung bleiben.

Sabine Oberhauser war von 2004 bis 2006 Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und führte die Dachorganisation mit viel Elan und Engagement. „Weder Alibiaktionen noch Schönreden hilft den Frauen“, machte sie als Frauenringvorsitzende deutlich und forderte immer wieder konkrete Maßnahmen gegen Frauenarmut und Einkommensbenachteiligung. Sie machte Frauen Mut und war stets überzeugt, dass Frauen aktiv gegen Ungerechtigkeiten ankämpfen müssen:  „Wir müssen endlich unsere Sache selbst in die Hand nehmen und, wenn notwendig, mehr als nur kräftig auf den Tisch hauen. Frauen müssen endlich von der Dienerinnenrolle Abschied nehmen und Selbstbewusstsein zeigen. Nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern tagtäglich und überall."

Sabine Oberhauser wird fehlen als starke Stimme für Frauenrechte, Solidarität, und Menschlichkeit. Wir werden sie als Politikerin, als Feministin, als Freundin sehr vermissen!

Im Namen des Österreichischen Frauenrings

Sonja Ablinger
Vorsitzende

ABGESAGT: Mehr Frauen an die Spitze! Mit Quoten zur echten Gleichstellung in der Wirtschaft

Donnerstag, 2. März 2017 - 14:00 bis 17:00

Absage der Veranstaltung

Aus Gründen der Pietät und des tiefen Respekts für den Mensch und die Politikerin Sabine Oberhauser werden die SPÖ Frauen die Veranstaltung "Mehr Frauen an die Spitze! Mit Quoten zur echten Gleichstellung in der Wirtschaft"  am 2. März 2017 absagen. Sobald es einen neuen Termin für die Veranstaltung gibt, wird dieser bekannt gegeben.

Im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen liegt ein Kondolenzbuch auf, in das Sie sich/Du dich bis Mittwoch von jeweils 8.00 bis 16 Uhr eintragen können/kannst. (Adresse: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Radetzkystraße 2, 1030 Wien).

Das Online-Kondolenzbuch finden Sie/findest du hier.

Sinkende Träume

Donnerstag, 23. Februar 2017 - 19:00

Vernissage

Vivien Kabar, geboren 1981 in Ungarn. Freischaffende Künstlerin und Autorin. Studium beim international tätigen Theaterkünstler Ilia de Riska (seinerseits Student von Joseph Beuys). Ab 2003
Veröffentlichungen von Lyrikbänden in Ungarn. Gleichzeitig hat sie aber auch immer intensiv gezeichnet und wandte sich ab 2006 verstärkt der Malerei zu. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland. Seit 2013 in Wien.

Die Ausstellung soll ein Aufruf gegen Kindesmissbrauch bzw. ein Aufruf zur Prävention sein. Vivien Kabar ist Preisträgerin „Kunst gegen Gewalt“ 2014 vom BM.I.

Die Veranstaltung findet am 23.2.2017, 19:00 Uhr, im Grünen Lokal der Grünen Josefstadt (Blindengasse 5, 1080 Wien) statt.

7 von 8: Vom Teilzeitjob in die Altersarmut?

Montag, 13. Februar 2017 - 18:00

NEOSLabTalk

Die Statistik Austria hat im Dezember vergangenen Jahres neue Daten aus der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung zur Erwerbstätigkeit nach Familienform veröffentlicht. Insbesondere die Erwerbstätigkeit von alleinerziehenden / in Partnerschaft lebenden Müttern weist eine dramatische Entwicklung auf, da diese im zeitlichen Verlauf sogar gesunken ist. Gleichzeitig ist auch noch immer für diese Gruppe die Betroffenheit von Armut (insbesondere bei alleinerziehenden Frauen) besonders hoch. Angesichts verbesserter Kinderbetreuungsmöglichkeiten handelt es sich um eine – aus Sicht der NEOS – überraschende Entwicklung.

Im NEOSLabTalk diskutieren dazu:

Renate Anderl, Bundesrätin, gf. Vizepräsidentin und gf. Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB mit
Claudia Gamon, NEOS-Abgeordnete zum Nationalrat, u.a. Sprecherin für Frauen & Gleich­be­hand­lung und
Monika Köppl-Turyna, Projektleiterin Agenda Austria

Die Veranstaltung findet am 13.2.2017 um 18:00 Uhr im Neos LAB - Das liberale Forum (Neubaugasse 64-66, Wien) statt.

Digi-Talk mit Muna Duzdar

Dienstag, 21. Februar 2017 - 18:30

Diskussionsveranstaltung

Welche Chancen und Gefahren bringt die Digitalisierung für die Demokratie und für Medien mit sich? Wie verändert sich die Arbeit von Journalistinnen und Medienfrauen? Wie sollen wir Fake News oder Hass-Postings begegnen? Was kann Politik tun, um solche Herausforderungen zu bewältigen? Das sind nur einige der Fragen, die derzeit unter den Nägeln brennen.

Das Frauennetzwerk Medien lädt alle Interessierten zum Talk mit Muna Duzdar, Staatssekretärin für Digitalisierung. Durch den Abend führt Martina Madner, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerk Medien. Im Anschluss lädt die AK Wien zu einem kleinen Imbiss und informellem Netzwerken ein!

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 21.2.2017, ab 18:30 Uhr in der AK Bibliothek (Prinz Eugen Str. 20-22, 1040 Wien) statt. Um Anmeldung via veranstaltung [at] frauennetzwerk.at wird gebeten!

MuslimBanAustria: Mein Körper, mein Recht auf Selbstbestimmung

Samstag, 4. Februar 2017 - 13:30

Demonstration am Platz der Menschenrechte

Anlässlich des aktuell diskutierten Integrationspakets soll nun das partielle Kopftuchverbot beschlossen werden. Die Dokustelle Muslime, das Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft und die Muslimische Jugend Österreich rufen die österreichische Zivilgesellschaft dazu auf, sich zu solidarisieren und Widerstand gegen solch eine "Integrations"-Maßnahme zu leisten.

Bei dieser Demonstration geht es nicht nur um das Kopftuchverbot, sondern um Menschen- und Minderheitenrechte, um Antidiskriminierung, um Gleichberechtigung und vor allem um das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Schließlich würde ein Kopftuchverbot de facto einem Berufsverbot ausschließlich für Frauen, die einer religiösen Minderheit angehören, gleich kommen.

Die Protestkundgebung findet am Samstag, 04. Februar 2017, um 13:30 Uhr am Platz der Menschenrechte (Mariahilferstraße 1, 1060 Wien / U2 Museumsquartier) statt.

Nähere Infos finden sich auf der Facebook-Seite von MuslimBanAustria: Mein Körper, mein Recht auf Selbstbestimmung.

 

International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation (FGM)

Montag, 6. Februar 2017 - 16:00

Keine Toleranz von weiblicher Genitalverstümmelung

Laut Schätzungen der UN sind rund 200 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen. Die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist ein grundlegender Eingriff in das Sexualleben von Mädchen und Frauen. FGM verletzt ihr Recht auf Gesundheit, Sicherheit und körperliche Unversehrtheit, ihr Recht frei von Folter und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung zu sein - und schlimmstenfalls ihr Recht auf Leben, da das Verfahren auch tödlich enden kann.

Mit dem Internationalen Tag gegen Genitalverstümmlung am 6. Februar soll auf diese schweren Frauenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht werden.

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Genitalverstümmlung am 6. Februar 2017 rufen die Frauen des FrauenLesbenMädchenZentrums des Wiener WUK von 16:00-17:30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Parlament (Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien). Der Aufruf findet sich auf der Website des FrauenMädchenLesbenZentrums.

Gutes Leben für alle-Kongress

Donnerstag, 9. Februar 2017 - 18:00 bis Samstag, 11. Februar 2017 - 17:00

Gutes Leben für alle braucht eine andere Globalisierung

In der aktuellen Übergangszeit, die von Verunsicherung, Angst und Pessimismus geprägt ist, beschreibt das gute Leben für alle eine Welt, in der das freie Zusammenleben friedlich und solidarisch organisiert wird. Es ist eine Utopie, ein Denkangebot, das Hoffnung gibt und auf Potentiale fokussiert. Aber es ist auch eine konkrete Utopie, ein Kompass, der den utopischen Horizont mit konkreten Umsetzungsschritten verbindet: Was können Menschen hier und jetzt tun, um Freiheit, Solidarität, Nachhaltigkeit und Demokratisierung zu befördern? Am Gutes Leben für alle Kongress 2017 treten erneut Umwelt- und Sozialbewegte, Wissenschaft und Praxis in den Dialog.

Am Kongress Gutes Leben für alle-Kongress gibt es Podiumsdiskussionen, Workshops, Debatten und Exkursionen. Das vollständige Programm und nähere Infos finden sich auf der Website des Gutes Leben für alle Kongress 2017.

Die (anmeldepflichtigen) Workshops und Exkursionen sind leider schon ausgebucht, es ist aber möglich, dass nicht alle angemeldeten TeilnehmerInnen erscheinen und auch hier am Kongress der eine oder andere Platz frei wird. Alle anderen Veranstaltungsformate am Kongress (Podiumsdiskussionen, Debatten und die Feier) sind nicht teilnahmebeschränkt, eine Teilnahme am Kongress ist also weiterhin möglich - gleich hier anmelden!

Der Kongress findet vom 9.-11. Februar 2017 an der Wirtschaftsuniversität Wien (Welthandelsplatz 1, 1020 Wien) statt! Der Frauenring ist offizielle Kooperationspartnerin des Gute Leben für alle-Kongresses 2017.

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