Aktuelles

100 Jahre Frauenwahlrecht im Parlament

Dienstag, 13. November 2018 - 15:45

Am 12.11. wurde der Plenarsaal im Parlament ausschließlich von Frauen besetzt. Aufgerufen zu der Aktion hatte der Österreichische Frauenring gemeinsam mit zahlreichen anderen Initiativen. ÖFR-Vorsitzende Klaudia Frieben würdigte die mutigen feministischen Vorkämpferinnen und rief dazu auf, weiterhin gemeinsam für eine gleichberechtigte Gesellschaft zu kämpfen.

Fotoalbum - Fotos von der Aktion im Parlament, Fotografin Bettina Frenzel

Videobericht von Wien TV.

Mo, 12. 11.: Fotoaktion 100 Jahre Frauenwahlrecht in der Hofburg

Sonntag, 11. November 2018 - 4:15

Von 16:30 bis 17:30 besetzen Frauen den Plenarsaal des Parlaments

Am 12. November feiert Österreich 100 Jahre Frauenwahlrecht. Der Österreichische Frauenring als Dachverband der österreichischen Frauenvereine lädt zu diesem Jubiläum gemeinsam mit einem breiten Bündnis an Organisationen, darunter das Frauenvolksbegehren, dazu ein, alle 183 Abgeordnetensitze, die Regierungsbank und das Präsidium für ein einmaliges Foto mit Frauen zu besetzen.

Der Frauenring ruft dazu auf, sich zu beteiligen – eigene Schilder oder Symbole mit politischen Forderungen sind willkommen!

Achtung, Einlass nur mit Ausweis!

Montag, 12. November 2018
16:30 – 17:30 Josefsplatz 4, 1010 Wien

https://www.facebook.com/events/291108741742363/

Geplanter AMS-Algorithmus diskriminiert Frauen

Dienstag, 23. Oktober 2018 - 1:30

Minus 0,14 Punkte für das Geschlecht "weiblich", weitere 0,15 Punkte Abzug für Betreuungspflichten: So bewertet ein vom AMS in Auftrag gegebenes Computerprogramm arbeitsuchende Frauen, der Algorithmus soll ab 2020 eingesetzt werden und entscheidet darüber, welche Personen Förderungen erhalten. Arbeitsuchende werden in drei Kategorien eingeteilt. Jene Menschen, die statistisch gesehen über besonders schlechte Chancen am Arbeitsmarkt verfügen, werden weniger gefördert - und so doppelt diskriminiert. Punkteabzüge erhalten etwa auch Personen über 50 und Menschen mit Beeinträchtigungen.

"Der AMS-Algorithmus muss somit aus unserer Sicht als frauen- und menschenverachtend sowie diskriminierend eingestuft werden. Er fördert Rassismus, Sexismus und Altersdiskriminierung. Eine Nutzung des Programms ab 2020 ist daher in aller Entschiedenheit abzulehnen und wir appellieren an die Regierung, dieses Programm nicht einzuführen!", so der Verein AÖF in einer Aussendung. Der Frauenring schließt sich dieser Kritik an!

Presseaussendung AÖF

Frauenring: 481.906 Stimmen des Frauenvolksbegehrens ernst nehmen

Montag, 8. Oktober 2018 - 20:00

Vorsitzende Klaudia Frieben gratuliert den InitiatorInnen und fordert Regierung zum Handeln auf

481.906 Stimmen sind das Ergebnis des unermüdlichen Engagements der InitiatorInnen des Frauenvolksbegehrens 2.0. „Ich gratuliere dem Team des Frauenvolksbegehrens im Namen des Österreichischen Frauenrings ganz herzlich. Die Stimmen zeigen, dass Frauen in Österreich immer noch nicht die gleichen Chancen haben und sehr viele Menschen damit nicht einverstanden sind“, sagt Klaudia Frieben, Vorsitzende des ÖFR.

Dem Frauenvolksbegehren ist es zu verdanken, dass wichtige frauenpolitische Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Frauenarmut und sexuelle Selbstbestimmung in den vergangenen Monaten breit debattiert wurden.

„Gefordert sind nun die Regierung und das Parlament, dieses Volksbegehren nicht zu ignorieren, sondern ernst zu nehmen und an der Umsetzung zu arbeiten“, so Frieben.

Gerade die jüngsten politischen Entwicklungen haben gezeigt, dass bereits Erreichtes in Gefahr ist und derzeit sehr wenig getan wird, um die Situation von Frauen in Österreich zu verbessern. „Es braucht jetzt dringend feministische Impulse. Es geht um nicht weniger als die Zukunft Österreichs, in der alle Menschen dieselben Rechte und Möglichkeiten vorfinden müssen“, so Frieben.  

Der Frauenring trauert um Maria Jonas

Sonntag, 7. Oktober 2018 - 23:45

Maria Jonas ist Ende September im Alter von 78 Jahren verstorben - der Österreichische Frauenring trauert um eine Mitstreiterin und engagierte Kämpferin für Frauenrechte.

Jonas war bis 1995 Generalsekretärin der Sozialistischen Frauen-Internationale und danach Vorstandsmitglied der INSTRAW, einer Frauenforschungs- und Trainingseinrichtung der Vereinten Nationen.

Ab 2000 war sie Vorsitzende des NGO Committee on the Status of Women und hierbei in die Umsetzung der Pekinger Weltfrauenkonferenz 1995 und ihres Folgeprozesses eingebunden. 1997 war sie Mitinitiatorin des ersten Frauenvolksbegehrens.

Im Frauenring war Maria Jonas als Vorstandsmitglied tätig. Sie bleibt als glühende Antifaschistin und unermüdliche Kämpferin für Frauenrechte in Erinnerung.

Nachruf von Elfriede Hammerl im "Profil": https://www.profil.at/meinung/elfriede-hammerl-maria-jonas-nachruf-10376190

 

#EUToo - Für ein Ende der Gewalt gegen Frauen*

Dienstag, 2. Oktober 2018 - 16:30

#MeToo hat einmal mehr das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* sichtbar gemacht. Unter dem Hashtag #EUToo fordern wir, dass die EU sicherstellt, dass ALLE Frauen* und Kinder in der EU ein Leben frei von Gewalt leben können. Die Istanbul Konvention des Europarats ist der umfassendste internationale Vertrag gegen Gewalt gegen Frauen* und häusliche Gewalt. Wir fordern die EU auf, sich klar gegen Gewalt gegen Frauen* und Kinder zu positionieren und die Istanbul Konvention JETZT zu unterzeichnen!

https://www.wave-network.org/

 

Alleinerziehende: Frauenring fordert überfällige Unterhaltssicherung

Montag, 24. September 2018 - 0:15

„Ja" für die Unterhaltssicherung: Vor genau einem Jahr stimmten sämtliche SpitzenkandidatInnen in der Puls4-Elefantenrunde dafür, dass eine staatliche Unterhaltsgarantie umgesetzt werden müsse, um Alleinerziehende – 90 Prozent von ihnen sind Frauen – und ihre Kinder aus der Armutsfalle zu holen. Passiert ist bisher: nichts.

„Die Regierungsparteien sollen endlich zu ihrem gegebenen Versprechen stehen, statt weiterhin Politik auf dem Rücken der Frauen zu machen. Alleinerzieherinnen leisten täglich Enormes, ihnen fehlt aber die einflussreiche Lobby. Armutsgefährdete Frauen und ihre Kinder werden hier einfach im Stich gelassen", sagt Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Kundgebung zum Jahrestag:
Montag, 24. September um 17 Uhr am Platz der Menschenrechte in Wien
https://www.facebook.com/events/511020386026802/

 

Das Frauen*Volksbegehren braucht Unterstützung!

Donnerstag, 20. September 2018 - 15:15

Zwischen 1. und 8. Oktober kann das Frauen*Volksbegehren 2.0 unterschrieben werden. Damit es möglichst viele Unterschriften werden, braucht es die Unterstützung engagierter AktivistInnen.

Jede*r kann mitmachen!

Das Team des Frauen*Volksbegehrens möchte in der Eintragungswoche so viele Leute wie möglich auf die Straße bringen, die bis in den letzten Winkel Österreichs Menschen dazu einladen, dass Volksbegehren zu unterschreiben.

"Jede Stimme für das Frauen*Volksbegehren ist eine Stimme gegen die Kürzungen der Einrichtungen und Initiativen der österreichischen Frauen*bewegung, gegen eine Politik, die nur die 'oberen 10.000' bedient, gegen eine rechtskonservative Politik. Kurz: wir machen (außenparlamentarische) Opposition und bleiben auch dabei. Österreich braucht eine Politik der Gleichwertigkeit. Für ein gutes Leben für alle", schreiben die AktivistInnen.

 Alle Freiwilligen sind dazu aufgerufen, sich auf der Website einzutragen:

https://frauenvolksbegehren.at/mitmachen/auf-die-strasse/

Sie werden anschließend per E-Mail von einem Team betreut und mit allen nötigen Materialien für einen starken Einsatz versorgt. Ob alleine, mit Freund*innen, dem Sportverein oder mit einer Organisation - das passende Aktionspaket wird vom Frauen*Volksbegehren-Team geschnürt.
 

PASS EGAL – Für echte Demokratie

Über eine Million Menschen, die in Österreich leben, sind von der Teilnahme an Wahlen ausgeschlossen und dürfen auch nicht ihre Unterschrift für ein Volksbegehren leisten. Frauen* gehören, so wie Menschen mit Migrationsbiographie und Menschen mit wenig Bildung, zu den Gruppen, die am wenigsten an demokratischen Entscheidungen teilnehmen.

Mit „Mein Volksbegehren. Meine Unterschrift. Pass Egal“ setzt das Frauen*Volksbegehren gemeinsam mit dem Team von SOS Mitmensch ein Zeichen für ein demokratischeres Österreich.

Alle Informationen dazu auf Facebook oder hier:

https://frauenvolksbegehren.at/passegal/

Mit diesem Formular kann jede Person ohne österreichische Staatsbürger*innenschaft bis 30. September ihre Stimme abgeben:

https://frauenvolksbegehren.at/wp-content/uploads/2018/09/unterstutzung-pass-egal.pdf
 

Links:
Das Frauen*Volksbegehren auf Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQayhmdGTLTDxEi7XlSHjEA
Website: https://frauenvolksbegehren.at/

 

Umfrage: Kind & Job - Wie schaffen Sie das?

Freitag, 14. September 2018 - 2:45

Wie zufrieden sind Sie mit dem Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Arbeiterkammer und ÖGB-Frauen haben anlässlich des neuen Arbeitszeitgesetzes, das eine Höchstarbeitszeit bis 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche vorsieht, eine Umfrage gestartet. Betroffene können ihre Erfahrungen, Probleme und Wünsche in Sachen Vereinbarkeit schildern.

Der Österreichische Frauenring fordert seit Langem einen flächendeckenden Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungseinrichtungen. „Nicht jeder Elternteil hat einen Nine-to-five-Job, viele haben untypische Arbeitszeiten. Hier gibt es kaum Angebote, die sich an diesen Arbeitszeiten orientieren“, kritisiert Klaudia Frieben, Vorsitzende des Frauenrings.

„Die Teilzeitquote bei Frauen ist bereits jetzt sehr hoch. Durch den 12-Stunden-Tag und die unzureichende Unterstützung bei der Kinderbetreuung wird sich die Situation weiter verschärfen. Das ist ein Rückschritt in der Frauenpolitik, den die Regierung zu verantworten hat“, so Frieben.

Zur Umfrage

 

Bogner-Strauß spart frauenpolitische Arbeit kaputt

Donnerstag, 30. August 2018 - 14:30

Anfrage von SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek zeigt: Viele über Jahrzehnte geförderte Frauenorganisationen von Kürzungen betroffen

Die Liste der Frauenorganisationen, denen 2018 die Förderung vom Frauenministerium gestrichen oder gekürzt wurde, ist länger als gedacht – das geht aus einer Anfragebeantwortung von Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß hervor. „Ob das Frauengesundheitszentrum Salzburg oder das nowa Lernzentrum für Frauen in der Steiermark, gekürzt wurde in allen Bereichen: Bildung, Gesundheit, Kultur und sogar Gewaltschutz. Der Frauenministerin ist die langjährige Arbeit der Frauenorganisationen offensichtlich nichts wert“, sagt Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings. Nicht zu finden in der Liste der Kürzungen ist der Frauenring, dem ebenfalls rund 8.000 Euro weniger zur Verfügung stehen. „Das kann wohl nur ein ‚Versehen‘ sein“, so Frieben.  

Viele der Organisationen wurden schon seit Beginn der 1990er-Jahre gefördert. „Diese Frauenvereine unterstützen seit Jahrzehnten Frauen in allen Lebenslagen – ihre Arbeit wird einfach zerstört“, so Frieben. Auch von einer neuen Schwerpunktsetzung ist nichts zu erkennen. „Bisher haben wir in der Frauenpolitik nur Sparpolitik erlebt. Das ist kein glaubwürdiges Engagement für die Frauen in Österreich“, so Frieben.

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