Archiv

Der Österreichische Frauenring trauert um Frauenministerin und ehemalige Frauenringvorsitzende Dr.in Sabine Oberhauser

Donnerstag, 23. Februar 2017 - 20:15

Nachruf auf Sabine Oberhauser

Der Tod von Sabine Oberhauser hat uns tief erschüttert. Österreich verliert eine engagierte und mutige Frauenpolitikerin. Dass sie den Kampf gegen den Krebs verloren hat, macht uns sehr betroffen. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie.

Mit Sabine Oberhauser geht eine erfahrene, leidenschaftliche und offene Politikerin von uns. Als sie im Juli des Vorjahres angelobt wurde, stellte sie in ihren ersten Interviews als Frauenministerin so treffend fest: „Politik ist Bohren harter Bretter. Bei Frauenpolitik kommt noch eine Stahlplatte hinzu." - “Frauen müssen lästig sein. Ich habe aber nicht vor, dabei verhärmt und verbiestert zu sein. Ich werde mir mein Lachen und mein freundliches Gesicht nicht verderben lassen.” Als engagierte Feministin und als warmherziger Mensch wird sie vielen in Erinnerung bleiben.

Sabine Oberhauser war von 2004 bis 2006 Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und führte die Dachorganisation mit viel Elan und Engagement. „Weder Alibiaktionen noch Schönreden hilft den Frauen“, machte sie als Frauenringvorsitzende deutlich und forderte immer wieder konkrete Maßnahmen gegen Frauenarmut und Einkommensbenachteiligung. Sie machte Frauen Mut und war stets überzeugt, dass Frauen aktiv gegen Ungerechtigkeiten ankämpfen müssen:  „Wir müssen endlich unsere Sache selbst in die Hand nehmen und, wenn notwendig, mehr als nur kräftig auf den Tisch hauen. Frauen müssen endlich von der Dienerinnenrolle Abschied nehmen und Selbstbewusstsein zeigen. Nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern tagtäglich und überall."

Sabine Oberhauser wird fehlen als starke Stimme für Frauenrechte, Solidarität, und Menschlichkeit. Wir werden sie als Politikerin, als Feministin, als Freundin sehr vermissen!

Im Namen des Österreichischen Frauenrings

Sonja Ablinger
Vorsitzende

Sinkende Träume

Donnerstag, 23. Februar 2017 - 19:00

Vernissage

Vivien Kabar, geboren 1981 in Ungarn. Freischaffende Künstlerin und Autorin. Studium beim international tätigen Theaterkünstler Ilia de Riska (seinerseits Student von Joseph Beuys). Ab 2003
Veröffentlichungen von Lyrikbänden in Ungarn. Gleichzeitig hat sie aber auch immer intensiv gezeichnet und wandte sich ab 2006 verstärkt der Malerei zu. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland. Seit 2013 in Wien.

Die Ausstellung soll ein Aufruf gegen Kindesmissbrauch bzw. ein Aufruf zur Prävention sein. Vivien Kabar ist Preisträgerin „Kunst gegen Gewalt“ 2014 vom BM.I.

Die Veranstaltung findet am 23.2.2017, 19:00 Uhr, im Grünen Lokal der Grünen Josefstadt (Blindengasse 5, 1080 Wien) statt.

7 von 8: Vom Teilzeitjob in die Altersarmut?

Montag, 13. Februar 2017 - 18:00

NEOSLabTalk

Die Statistik Austria hat im Dezember vergangenen Jahres neue Daten aus der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung zur Erwerbstätigkeit nach Familienform veröffentlicht. Insbesondere die Erwerbstätigkeit von alleinerziehenden / in Partnerschaft lebenden Müttern weist eine dramatische Entwicklung auf, da diese im zeitlichen Verlauf sogar gesunken ist. Gleichzeitig ist auch noch immer für diese Gruppe die Betroffenheit von Armut (insbesondere bei alleinerziehenden Frauen) besonders hoch. Angesichts verbesserter Kinderbetreuungsmöglichkeiten handelt es sich um eine – aus Sicht der NEOS – überraschende Entwicklung.

Im NEOSLabTalk diskutieren dazu:

Renate Anderl, Bundesrätin, gf. Vizepräsidentin und gf. Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB mit
Claudia Gamon, NEOS-Abgeordnete zum Nationalrat, u.a. Sprecherin für Frauen & Gleich­be­hand­lung und
Monika Köppl-Turyna, Projektleiterin Agenda Austria

Die Veranstaltung findet am 13.2.2017 um 18:00 Uhr im Neos LAB - Das liberale Forum (Neubaugasse 64-66, Wien) statt.

Digi-Talk mit Muna Duzdar

Dienstag, 21. Februar 2017 - 18:30

Diskussionsveranstaltung

Welche Chancen und Gefahren bringt die Digitalisierung für die Demokratie und für Medien mit sich? Wie verändert sich die Arbeit von Journalistinnen und Medienfrauen? Wie sollen wir Fake News oder Hass-Postings begegnen? Was kann Politik tun, um solche Herausforderungen zu bewältigen? Das sind nur einige der Fragen, die derzeit unter den Nägeln brennen.

Das Frauennetzwerk Medien lädt alle Interessierten zum Talk mit Muna Duzdar, Staatssekretärin für Digitalisierung. Durch den Abend führt Martina Madner, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerk Medien. Im Anschluss lädt die AK Wien zu einem kleinen Imbiss und informellem Netzwerken ein!

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 21.2.2017, ab 18:30 Uhr in der AK Bibliothek (Prinz Eugen Str. 20-22, 1040 Wien) statt. Um Anmeldung via veranstaltung [at] frauennetzwerk.at wird gebeten!

MuslimBanAustria: Mein Körper, mein Recht auf Selbstbestimmung

Samstag, 4. Februar 2017 - 13:30

Demonstration am Platz der Menschenrechte

Anlässlich des aktuell diskutierten Integrationspakets soll nun das partielle Kopftuchverbot beschlossen werden. Die Dokustelle Muslime, das Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft und die Muslimische Jugend Österreich rufen die österreichische Zivilgesellschaft dazu auf, sich zu solidarisieren und Widerstand gegen solch eine "Integrations"-Maßnahme zu leisten.

Bei dieser Demonstration geht es nicht nur um das Kopftuchverbot, sondern um Menschen- und Minderheitenrechte, um Antidiskriminierung, um Gleichberechtigung und vor allem um das Selbstbestimmungsrecht der Frau. Schließlich würde ein Kopftuchverbot de facto einem Berufsverbot ausschließlich für Frauen, die einer religiösen Minderheit angehören, gleich kommen.

Die Protestkundgebung findet am Samstag, 04. Februar 2017, um 13:30 Uhr am Platz der Menschenrechte (Mariahilferstraße 1, 1060 Wien / U2 Museumsquartier) statt.

Nähere Infos finden sich auf der Facebook-Seite von MuslimBanAustria: Mein Körper, mein Recht auf Selbstbestimmung.

 

International Day of Zero Tolerance to Female Genital Mutilation (FGM)

Montag, 6. Februar 2017 - 16:00

Keine Toleranz von weiblicher Genitalverstümmelung

Laut Schätzungen der UN sind rund 200 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen. Die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) ist ein grundlegender Eingriff in das Sexualleben von Mädchen und Frauen. FGM verletzt ihr Recht auf Gesundheit, Sicherheit und körperliche Unversehrtheit, ihr Recht frei von Folter und grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung zu sein - und schlimmstenfalls ihr Recht auf Leben, da das Verfahren auch tödlich enden kann.

Mit dem Internationalen Tag gegen Genitalverstümmlung am 6. Februar soll auf diese schweren Frauenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht werden.

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Genitalverstümmlung am 6. Februar 2017 rufen die Frauen des FrauenLesbenMädchenZentrums des Wiener WUK von 16:00-17:30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Parlament (Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien). Der Aufruf findet sich auf der Website des FrauenMädchenLesbenZentrums.

Gutes Leben für alle-Kongress

Donnerstag, 9. Februar 2017 - 18:00 bis Samstag, 11. Februar 2017 - 17:00

Gutes Leben für alle braucht eine andere Globalisierung

In der aktuellen Übergangszeit, die von Verunsicherung, Angst und Pessimismus geprägt ist, beschreibt das gute Leben für alle eine Welt, in der das freie Zusammenleben friedlich und solidarisch organisiert wird. Es ist eine Utopie, ein Denkangebot, das Hoffnung gibt und auf Potentiale fokussiert. Aber es ist auch eine konkrete Utopie, ein Kompass, der den utopischen Horizont mit konkreten Umsetzungsschritten verbindet: Was können Menschen hier und jetzt tun, um Freiheit, Solidarität, Nachhaltigkeit und Demokratisierung zu befördern? Am Gutes Leben für alle Kongress 2017 treten erneut Umwelt- und Sozialbewegte, Wissenschaft und Praxis in den Dialog.

Am Kongress Gutes Leben für alle-Kongress gibt es Podiumsdiskussionen, Workshops, Debatten und Exkursionen. Das vollständige Programm und nähere Infos finden sich auf der Website des Gutes Leben für alle Kongress 2017.

Die (anmeldepflichtigen) Workshops und Exkursionen sind leider schon ausgebucht, es ist aber möglich, dass nicht alle angemeldeten TeilnehmerInnen erscheinen und auch hier am Kongress der eine oder andere Platz frei wird. Alle anderen Veranstaltungsformate am Kongress (Podiumsdiskussionen, Debatten und die Feier) sind nicht teilnahmebeschränkt, eine Teilnahme am Kongress ist also weiterhin möglich - gleich hier anmelden!

Der Kongress findet vom 9.-11. Februar 2017 an der Wirtschaftsuniversität Wien (Welthandelsplatz 1, 1020 Wien) statt! Der Frauenring ist offizielle Kooperationspartnerin des Gute Leben für alle-Kongresses 2017.

One Billion Rising Vienna 2017 – „Superheld*innen gegen Gewalt“

Montag, 30. Januar 2017 - 1:00

14. Februar, ab 17:30 Uhr vor dem Parlament

Gewalt an Frauen* ist eine der häufigsten und schwersten Menschenrechtsverletzungen. Je frauenverachtender und patriarchaler die Gesellschaft und die Herrschaftsverhältnisse sind, desto mehr nimmt Gewalt an Frauen* zu. Die aktuellen Entwicklungen in Russland mit der Senkung des Strafrahmens bei Gewalt innerhalb der Familie zeigen, wie schnell vermeintlich gesicherte Errungenschaften rückgängig gemacht werden können. Seit 2012 ist der 14. Februar daher ein weltweiter, solidarischer Aufruf – One Billion Rising (OBR) – zur gemeinsamen Beendigung der Gewalt an Frauen* und Mädchen*.

Zum fünfjährigen Jubiläum setzt der Verein One Billion Rising Austria auch 2017 wieder ein Zeichen für Solidarität, Unterstützung und Frieden, für alle Frauen*, die auf der Flucht vor jeglicher Form von Gewalt sind, sei es im familiären, beruflichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfeld. Nach der Kundgebung vor dem Parlament folgt ein getanzter Demo-Umzug zum „Held*innentor“.

Mit dem diesjährigen Motto „Superheld*innen gegen Gewalt“ sollen besonders Mädchen* und junge Frauen* angesprochen, gestärkt und ermutigt werden, daher werden heuer Schulklassen, Jugendorganisationen und Pädagog*innen zur Mitwirkung angefragt und eingeladen. Zur Vorbereitung auf OBR-Vienna 2017 werden außerdem im Jänner und Februar wieder laufend kostenlose OBRA-Tanzworkshops bei Amnesty International Austria, in der Galerie Werkstatt NUU und im Tanzquartier Wien angeboten.

Die Liste der mitwirkenden Künstler*innen bei OBR Vienna 2017 sowie der Ehrengästinnen ist auf der Website https://1billionrising.at/ einzusehen. 

Moderation: Ulli Weish

Künstlerische Leitung: Aiko Kazuko Kurosaki
 

Rückfragen und Kontakt:

Eva Maria Zenz
Verein OBRA - One Billion Rising Austria
0660-7580027
presse [at] 1billionrising.at
www.1billionrising.at

ZVR: 552291969

 

 

Building Bridges

Donnerstag, 26. Januar 2017 - 14:30

Dokumentation des feministisch-marxistischen Kongresses 2016

Im Oktober 2016 fand in Wien der zweite internationale Feminismus-Marxismus Kongress statt. Der Titel des Kongresses lautete "Brücken bauen – Sichtweisen verschieben – Visionen stärken – Alternativen erkunden".

Die Vorträge und Diskussionen der zweitägigen Konferenz wurden dokumentiert und stehen nun unter folgendem Link online zum Nachsehen bzw. -hören zur Verfügung: https://www.youtube.com/playlist?list=PLE8NFEU2PRpN-mimWcF0RoqsYzK-F_o4-

---

In October 2016 the second international Marxism-Feminism conference took place in Vienna- The conference title was "building bridges – shifting and strengthening visions – exploring alternatives".

The presentations and discussions were documentet and can now be listened to/watched via the following link: https://www.youtube.com/playlist?list=PLE8NFEU2PRpN-mimWcF0RoqsYzK-F_o4-

 

Girls!TECH UP

Donnerstag, 2. Februar 2017 - 19:00

Vortrag und Diskussion mit Michaela Leonhardt

Aktuelle Analysen zeigen: Fünf von zehn Topberufen werden zukünftig in der Technik zu finden sein. Schon heute sind technische Fachkräfte rar auf dem Arbeitsmarkt. Gut 50% der angebotenen Jobs kommen aus den Branchen Elektrotechnik, Elektronik, Telekommunikation und Informationstechnik.

Eine, die sich für Mädchen in technischen Berufen besonders einsetzt, ist MICHAELA LEONHARDT, selbst hochqualifizierte Technikerin beim Stromnetzbetreiber APG. Mit ihrer Initiative „Girls!TECH UP“ sensibilisiert sie Schülerinnen und deren Eltern und Lehrer für Berufsmöglichkeiten in der Elektro- und Informationstechnikbranche. Gemeinsam diskutieren wir mit Michaela Leonhardt und Robert Frasch, Gründer von „Lehrlingspower“ und Österreichs „Lustmacher“ auf Lehre darüber, wie wir den Widerspruch Mädchen versus Technik auflösen können.

Die Veranstaltung findet am 2. Februar 2017, 19:00 Uhr, im Club alpha (Stubenbastei 12/14, 1010 Wien) statt.

Seiten