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Krisenherd Ökologie – Feministische und weitere Kritiken

Samstag, 12. November 2016 -
10:30 bis 15:30

Symposium in der Frauenhetz

Unser Lebensstil – Frauen des Westens und Nordens nicht ausgenommen –  hat die Erde und die Weltgesellschaft an den Rand des Kollaps’ gebracht und ist nicht bereit eine Kursänderung herbeizuführen; es sei denn über profitorientierte Technologien. Die Umweltkrise ist in anderen Weltgegenden von eminenter Bedeutung für Frauen, die unmittelbar unter Klimawandel, kontaminierten Ressourcen, Nahrungsmitteknappheit usw. leiden. Theoretisch wie praktisch sind An- und Einsätze feministischer und alternativer Ökologien not-wendig.

Gemeinsames Reflektieren und Entwerfen. Inputs von und Diskussionen mit

- Viviana ASARA (Environmental Politics, Social Movements) zu Degrowth as Social-Ecological Transformation – what is the Role of Social Movements?*
- Veronika BENNHOLDT-THOMSEN (Sozialanthropologin, Mitbegründerin der dt. Frauenforschung) zu Neoliberale Globalisierung und Subsistenzperspektive – welche Bedeutung hat das Konzept der Subsistenz heute?
- Melanie PICHLER (Politikwissenschafterin, Aktivistin) zu Politischer Ökologie – Welche Herausforderungen ergeben sich durch die ökologische Krise?
- Irmi SALZER (ÖBV- via campesina austria, Biobäuerin) zu Ernährungssouveränität und Zugang zu Ressourcen – welche Auswirkungen hat das kapitalistische Agrarsystem auf Frauen?
- Lisbeth Nadia TRALLORI (Feministische Soziologin, Sozial-Forum-Aktivistin) zu Biotechnologische Körperausbeute – wie viel Techno-Transformation verträgt die menschliche Natur?
- Dagmar URBAN (Greenpeace, Landwirtschaftsexpertin) zu Biotechnologien und ökologische Lebensmittelproduktion – welche Perspektiven haben feministische Technologiekritiken?
- Christa WICHTERICH (WIDE, Soziologin) zu Feministische Ökonomie und feministische politische Ökologie – wie lassen sie sich verknüpfen?

*Übersetzungshilfe: Hilde Grammel
Welcome um 10.30 mit Kaffee und Brunch. Beginn Inputs 11.00 pünktlich.
Moderationen: Birge Krondorfer

Die Veranstaltung findet in der Frauenbildungsstätte Frauenhetz (Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien) statt.

 

Broken Free – Kritische Lieder zu Entsolidarisierung, Umweltzerstörung und Kapitalismus

Freitag, 11. November 2016 - 19:00

Eröffnung des Symposiums: Krisenherd Ökologie – Feministische und weitere Kritiken

Zur Einstimmung auf das Symposium tritt die Wiener Sängerin und Gitarristin LAURA RAFETSEDER in der Frauenhetz auf. „Meine Songs sind inspiriert von der diffusen Angst, die wir angesichts einer unsicherer werdenden Welt mit Kriegsgefahr, Zerstörung unseres Planeten und steigender Arbeitslosigkeit jeden Tag fühlen. Diese Angst ist wie Einsamkeit und Entfremdung ein Symptom der Klassengesellschaft. Es ist unser Auftrag als KünstlerInnen, den Finger darauf zu legen und zu sagen, was da ist.“

Die Veranstaltung findet in der Frauenbildungsstätte Frauenhetz (Untere Weißgerberstrasse 41, 1030 Wien) statt.

In bester Verfassung?

Mittwoch, 23. November 2016 - 19:00

Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit zwischen politischen und religiösen Extremen

Die AK Wien lädt am Mittwoch, 23.11.2016, 19:00 Uhr, zu einem Wiener Stadtgespräch ein: Seyran Ateş im Gespräch mit Peter Huemer.

Seyran Ateş (*1963) ist eine deutsche Rechtsanwältin, Buch- und Drehbuchautorin sowie Frauenrechtlerin türkisch-kurdischer Herkunft. Ateş war Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und nahm am Integrationsgipfel der Bundesregierung teil. Ihr wurden zahlreiche Auszeichnungen verliehen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, das Bundesverdienstkreuz am Bande und der Verdienstorden der Stadt Berlin. Ateş ist Autorin zahlreicher Bücher, zuletzt Wahlheimat – warum ich Deutschland lieben möchte (2013), Der Islam braucht eine sexuelle Revolution (2009) sowie Der Multikulti-Irrtum (2007).

Die Veranstaltung findet im großen Saal des AK-Wien Bildungszentrums statt (Theresianumgasse 16 – 18, 1040 Wien).

Die Mindestsicherung hilft – insbesondere Frauen und Alleinerziehenden

Donnerstag, 3. November 2016 - 2:00

Der Österreichische Frauenring unterstützt die Initiative #abersicher der Armutskonferenz für eine bessere Mindestsicherung mit weniger Armut. „Wie aktuell in Österreich gegen BezieherInnen der Mindestsicherung Stimmung gemacht wird, ist mehr als besorgniserregend. Die Mindestsicherung ist ein wichtiges Instrument, um soziale Sicherheit im Land zu gewährleisten. Wir brauchen keine Kürzungen, sondern Verbesserungen“, sagte Sonja Ablinger, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Alleinerziehende sind die am häufigsten von Armut betroffene Gruppe in Österreich, rund 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen, schlecht bezahlte ‚Frauenberufe‘, der nach wie vor bestehende Gender Pay Gap von rund 23 Prozent und die steigende Arbeitslosigkeit unter Frauen treffen sie – und ihre Kinder – besonders hart. Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist eine wichtige Maßnahme, die für viele Alleinerziehende das letzte soziale Netz darstellt. „Die Mindestsicherung muss zumindest auf das Niveau der Armutsgrenze angehoben werden, um Alleinerziehenden und ihren Kindern gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen“, sagte Sonja Ablinger.

Auch für gewaltbetroffene Frauen stellt die bedarfsorientierte Mindestsicherung ein wichtiges Auffangnetz dar – insbesondere in Zeiten von Trennung und Scheidung. Die Mindestsicherung ist daher ein wichtiger Baustein für die Sicherung einer eigenständigen Existenz und zentral für die Bekämpfung und Vermeidung von Frauenarmut. „Laut Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums ist Österreich bei der Gleichstellung von Frauen und Männern von Platz 37 im Vorjahr auf Platz 52 abgestürzt. Die Regierung muss endlich aufwachen und handeln“, so Ablinger abschließend.

Johanna Dohnal-Förderpreise und des Johanna Dohnal-Stipendiums 2016

Montag, 21. November 2016 - 18:00

Preisverleihung

Am Montag, 21. November 2016, 18.00 Uhr lädt Bundesministerin Sabine Oberhauser zur Verleihung der Johanna Dohnal-Förderpreise und des Johanna Dohnal-Stipendiums 2016 in das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Festsaal im Bundesamtsgebäude (Radetzkystraße 2, 1030 Wien).

Nähere Informationen finden sich in der beigefügten Einladung!

Chaos „Herbstferien“: Stress statt Erholung

Dienstag, 25. Oktober 2016 - 13:00

ÖFR, KFB und ÖPA fordern Vereinheitlichung von schulfreier Zeit im Herbst

Ein Ende der Halbherzigkeit in der Debatte um eine Neuregelung der Schulferien fordern der Österreichische Frauenring, die Katholische Frauenbewegung Österreichs und die Österreichische Plattform für Alleinerziehende.

„Was ist aus dem im Sommer breit kommunizierten „Vorstoß“ von Familienministerin Karmasin geworden, einen Teil der Sommerferien in den Herbst zu verschieben?“, fragt ÖPA-Vorsitzende Gabriele Fischer angesichts der für Familien und insbesondere AlleinerzieherInnen mit mehreren Kindern  äußerst prekären gegenwärtigen Situation: aufgrund weniger, von Schule zu Schule unterschiedlich verteilter „autonomer“ schulfreier Tage um Nationalfeiertag und Allerheiligen kann es zu einem Betreuungsbedarf kommen, der sich über zwei ganze Wochen zieht. „Unterschiedliche Schul- und Ferienzeiten über einen solchen Zeitraum hinweg bieten weder Eltern noch SchülerInnen Erholung, im Gegenteil, sie schaffen Stress,“ so Fischer. „Wir fordern daher in einem ersten Schritt zumindest eine Vereinheitlichung der schulfreien Zeit im Herbst in Städten und Bezirken“, so Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Außerdem, so die  Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, Sonja Ablinger, brauche es „endlich die Umsetzung eines Rechtsanspruchs auf qualitätsvolle Kinderbetreuung“.

„Wo bleibt die Erholung für das Kind, das Ferien hat, wenn die Familie in der Früh dennoch auf Trab kommen muss, weil das zweite Kind Schule hat? Oder wenn das Ferienkind selbst früh los muss, um in eine hoffentlich vorhandene Betreuungseinrichtung zu kommen?“ fragt ÖPA-Vorsitzende Gabriele Fischer: „Ganz abgesehen von der Frage, wie Eltern, die über das Jahr gesehen 5 Wochen Urlaub  auf 13 Wochen Schulferien verteilen müssen, zusätzlich die Flexibilität aufbringen sollen, unterschiedliche Schul-, Job- und Betreuungsbeginnzeiten abzufedern“. Da fehle es, so Fischer, am nötigen Realitätssinn für die Lage des Großteils von Eltern, der nicht in der Lage ist, die geforderte Flexibilität auch dem Arbeitgeber abzuverlangen bzw. sich mehrmals jährlich oder gar über das ganze Jahr hinweg private Betreuung zuzukaufen.  

Es sei überdies nicht fair, Leistungen seitens einer Großfamilie vorauszusetzen. Einer Studie des Instituts für Familienforschung zufolge übernehmen etwa in Niederösterreich Großeltern teilweise oder zur Gänze in 50 % aller Fälle die Betreuung von 6 – 15-Jährigen: „Das ist schön, kann aber kein Maßstab sein für die Regelung von Ferienzeiten und Betreuungsangeboten“, so kfbö-Vorsitzende Veronika Pernsteiner: „Großeltern können auch weit weg wohnen, selbst noch berufstätig, krank oder nicht bereit sein, Betreuung zu übernehmen.“ Außerhäusliche Betreuungsangebote sollten flächendeckend in ausreichender Zahl und zu leistbaren Bedingungen angeboten werden und auch Kindern über 12 Jahren offenstehen.

Ein Ansatzpunkt sei der von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid im September vorgebrachte Vorschlag, in Ganztagsschulen Betreuung auch in den Ferien anzubieten, da Freizeitpädagogen bereits Bestandteil des Konzepts von Ganztagsschulen seien, so Frauenring-Vorsitzende Sonja Ablinger: „Das deckt aber nur einen kleinen Teil der gegenwärtigen Schulrealität in Österreich ab“. Die Zielrichtung sei richtig: „Hätten wir österreichweit Ganztagsschulen mit ausgeweitetem, qualitätsvollem Betreuungsangebot würde das die bestehenden Probleme weitgehend lösen.“

Gegen gesetzlich verordnete Kinderarmut: Reformen zur Unterhaltssicherung dringend notwendig

Freitag, 21. Oktober 2016 - 12:45

„Wegschauen gilt nicht – Versprechen einhalten statt ewig vertrösten!“
Bündnis macht Druck auf die Regierung

Ein Bündnis bestehend aus dem Österreichischen Frauenring, der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende, dem Forum Kindesunterhalt, der SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits und der Familiensprecherin der Grünen, Judith Schwentner, forderte bei einer Pressekonferenz am Freitag eine armutsfeste Unterhaltssicherung für Alleinerziehende und ihre Kinder.

Obwohl eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes Teil des Regierungsprogramms ist und bereits 2008 eine Verbesserung angekündigt wurde, bleiben die Anliegen der Alleinerziehenden und ihrer Kinder auf der politischen Agenda ein Randthema. „Eine Reform wird immer wieder hinausgeschoben, und das, obwohl in den letzten zehn Jahren die Armut der Betroffenen massiv gestiegen ist. Wir wollen die Verantwortlichen beim Thema Kinderarmut und prekäre Lebenssituation der Alleinerziehenden wachrütteln“, sagte Sonja Ablinger, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Ein-Eltern-Haushalte haben laut EU-SILC 2015 mit 42 % die höchste Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung. Die Möglichkeiten sozialer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen werden somit vielfach über die ökonomische Situation des Elternhaushalts bestimmt.

Um die Situation der Alleinerziehenden und ihrer Kinder zu verbessern, fordert das Bündnis eine Sicherung von Mindestunterhalt und Sonderausgaben, die Schließung von Lücken im Kindesunterhaltsgesetz, eine Unterhaltssicherung bis zum Ende der Ausbildung von Jugendlichen und eine umfassende Erhebung von Daten durch das Justizministerium.

„Die seit Jahren angekündigte Kinderkostenanalyse, die als Grundlage einer Reform des Unterhaltsgesetzes immer genannt wird, muss endlich erstellt werden. Wir dürfen bei der Berechnung des Unterhalts nicht länger auf Erhebungen aus dem Jahr 1964 angewiesen sein“, sagte die Grüne Familiensprecherin Judith Schwentner.

Katharina Kucharowits, Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ, wies darauf hin, dass Jugendliche in Ausbildung, die einen Unterhaltsvorschuss beziehen, derzeit mit dem 18. Geburtstag von einem Tag auf den anderen in der Luft hängen: „Es bleibt nur noch der Weg, die obsorgepflichtige Person, damit meistens den eigenen Vater, zu klagen. Wer bitte macht das in diesem Alter? Der Unterhalt muss deshalb bis zum Ausbildungsende garantiert sein!“

„Es ist kaum zu glauben, dass Alleinerziehende nach wie vor benachteiligt werden, obwohl die Vielfalt Familie schon längst in der Lebensrealität der Menschen angekommen ist. Es ist nicht zu verstehen, weshalb die Politik dem nicht Rechnung trägt und Kinder von Alleinerziehenden dafür bestraft, in welcher Familienform sie leben", sagte Jana Zuckerhut von der Plattform der Alleinerziehenden.

Dem schloss sich Maria Stern, Obfrau des Forums Kindesunterhalt an: „Dass mittlerweile 42 % der Ein-Eltern-Haushalte in Armut leben ist ein stiller Skandal. Wir wissen, dass einer der Hauptgründe die Lücken im Kindesunterhaltsgesetz sind. Ich fordere eine Kindesunterhaltssicherung - Jetzt!"

"Sex, Lügen und Video"

Mittwoch, 19. Oktober 2016 - 2:15

Leserinnenbrief zur ORF-Sendung "Im Zentrum" vom 16.10.2016

Sehr geehrte Redaktion,

unter dem Titel “Sex, Lügen und Video – Bremse oder Turbo für Trump?” wurde am vergangenen Sonntag bei “Im Zentrum” der US-amerikanische Präsidentschafts-Wahlkampf diskutiert und dabei kein sexistisches Klischee ausgelassen.

Hillary Clinton wurde etwa vorgeworfen, nur aus persönlichem Ehrgeiz angetreten zu sein, die erste Präsidentin der USA werden zu wollen und somit die Interessen ihres Landes zu vernachlässigen. Ein Vorwurf, der Männer niemals trifft - Macht, Ehrgeiz und Gestaltungswille sind bekanntlich für Männer reserviert. Frauen hingegen, die nach der Macht in einem politischen Amt streben, machen sich gleich mal verdächtig, auch wenn sie sachlich und emotional weit kompetenter sind. Ein (sexistischer) Befund, den auch die Diskussionsrunde bei “Im Zentrum” teilte - Clinton und Trump wurden als “unbeliebte Kandidaten” auf eine Stufe gestellt.

Mit der entsprechenden Einladungspolitik erspart sich der ORF Kritik: weder eine frauenpolitische Expertin noch eine Politikwissenschafterin kam zu Wort. Stattdessen übte sich Frau Bauer-Jelinek in der Verharmlosung von Sexismus und sexuellen Übergriffen. Sexismus-Vorwürfe seien die “mächtigste Waffe” der Frauen im politischen Diskurs, Missbrauchsvorwürfe und der Zwang zu Political Correctness würden von den schwierigen politischen Problemen ablenken. Dass die Gleichberechtigung der Geschlechter offensichtlich kein ernstzunehmendes Thema ist, demonstrierte auch der ORF-Einspieler “auf der Suche nach den Sachthemen” im US-Wahlkampf. Während Donald Trump im medial verbreiteten Tonbandmitschnitt konkrete sexuelle Übergriffe beschreibt, sah Frau Bauer-Jelinek darin nur “lässiges über Sexualität sprechen”, was in allen Männerrunden - und auch unter Frauen - vorkomme. Dass solche Befunde in einer politischen Diskussionssendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unwidersprochen bleiben, macht die sexistische Struktur unser Gesellschaft mehr als deutlich.

Das Thema US-Wahlkampf wäre für den ORF eine Möglichkeit gewesen, diesen Sexismus zu thematisieren, danach zu fragen, warum nach wie vor deutlich weniger Frauen in der Politik aktiv sind, welche unterschiedlichen Ansprüche an Politiker und Politikerinnen gestellt werden oder warum Männer sich eher (Rechts-)PopulistInnen zuwenden. Diese Chance wurde bei “Im Zentrum” - abermals - versäumt. Keine Überraschung, aber dennoch höchst ärgerlich!

Kinderarmut bekämpfen – Unterhalt sichern – JETZT!

Freitag, 21. Oktober 2016 - 10:00

Der Österreichische Frauenring lädt zur Pressekonferenz

Laut EU-SILC 2015 haben Alleinerziehende mit 42 % die höchste Armutsgefährdung und sie ist seit 2005 um 15 % angestiegen. Kinder von AlleinerzieherInnen sind stark von Ausgrenzung betroffen. Im Regierungsprogramm „Erfolgreich Österreich“ wurde eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes angekündigt und auch das Regierungsübereinkommen aus 2008 kündigte eine Verbesserung an – passiert ist nichts.

Unter dem Motto „Wegschauen gilt nicht - Versprechen einhalten statt ewig vertrösten!“ macht nun ein Bündnis aus Österreichischer Frauenring, Österreichischer Plattform der Alleinerziehenden, Forum Kindesunterhalt gemeinsam mit SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits und der Familiensprecherin der Grünen Judith Schwentner Druck auf die Regierung. „Wir wollen die Verantwortlichen beim Thema Kinderarmut und prekäre Lebenssituation der Alleinerziehenden wachrütteln“, kündigen die Frauen an und mahnen konkrete Reformen ein.

Am Freitag, 21.10.2016, um 10:00 Uhr, lädt das Bündnis zu einer Pressekonferenz mit

    Sonja Ablinger – Österreichischer Frauenring
    Jana Zuckerhut - Österreichische Plattform für Alleinerziehende
    Maria Stern – Forum Kindesunterhalt
    Sabine Kogler – Alleinerziehende
    Abg. z. NR Katharina Kucharowits - Kinder- und Jugendsprecherin (SPÖ)
    Abg. z. NR Judith Schwentner - Sprecherin für Soziales und Familie (Grüne)

ins Cafe Leopold, MQ (Museumsplatz 1, 1070 Wien).

Sheconomy

Mittwoch, 19. Oktober 2016 - 18:30

Diskussion des Frauennetzwerks Medien

Am Mittwoch, 19.10.2016, lädt das Frauennetzwerk Medien von 18:30 bis 21:00 zu einer Veranstaltung in den Presseclub Concordia (Bankgasse 8, 1010 Wien), um zu diskutieren, wie Frauen besser ins Wirtschaftsleben einsteigen, wiedereinsteigen, umsteigen und aufsteigen.

Christiane Funken, Autorin des Buchs „Sheconomy – Warum die Zukunft der Arbeitswelt weiblich ist“, erschienen im C.Bertelsmann-Verlag, spricht mit Martina Madner, Journalistin und stellvertretender Vorsitzender des Frauennetzwerks Medien, über die Chancen für Frauenkarrieren, die Globalisierung und Digitalisierung mit sich bringen.

Drei österreichische Vertreterinnen der Sheconomy reissen kurz die Probleme der „alten“ Arbeits- und Wirtschaftswelt mit Frauen, die sich abseits von klassischen Rollenklischees bewegen, an. Sie zeigen vor allem aber ihre Lösungsansätze auf, wie eine neue Arbeitswelt im Sinne von Frauen (und Männern als Mitprofiteuren) besser gestaltet werden kann.

Mit dabei ist Marlies Stohl, die gemeinsam mit anderen Ein- und Wiedereinsteigerinnen die Plattform „Karriere unter Umständen“ für Mütter und Väter, die sich über das Berufsleben austauschen wollen, aufbaut. Veronika Pelikan war vor ihrem Umstieg Chefredakteurin und Co-Herausgeberin der Wienerin, jetzt führt sie die Agentur Pelikan-Publishing und hat kürzlich die Online-Plattform Port41.at für Selbstständige gestartet. Und Traude Kogoj zeigt, wie sie als Leiterin des Gender/Diversity Managements in der ÖBB Frauen bei ihrem Aufstieg in der Bahn unterstützt.

Um Anmeldung wird unter veranstaltung [at] frauennetzwerk.at gebeten!

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