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20 Jahre Frauenvolksbegehren - Jetzt erst recht!

Dienstag, 18. April 2017 - 2:15

Vor 20 Jahren unterschrieben rund 645.000 Menschen das Frauenvolksbegehren. Frauen und Männer forderten mit ihrer Unterschrift die verfassungsmäßige Verankerung der Gleichstellung von Frauen und Männern sowie zahlreiche gesetzliche Maßnahmen, um die Benachteiligung von Frauen endlich zu beseitigen.

Wie steht es um die Umsetzung dieser Forderungen 20 Jahre danach? Was ist seither in Sachen Gleichberechtigung geschehen? Sind die gläsernen Decken gesprengt? Ist der Gender Pay Gap nur noch ein Mythos? Wir ziehen Bilanz und laden ein zu „exzessiven Utopien“.

Freitag, 28. April 2017, 10 Uhr

KosmosTheater
Siebensterngasse 42
1070 Wien

mit

Sonja Ablinger (Österreichischer Frauenring)
Teresa Havlicek (Frauenvolksbegehren neu)
Maria Rösslhumer (Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser)
Eva Rossmann (Mitinitiatorin des ersten Frauenvolksbegehrens)
Hannah Steiner (Netzwerk österreichischer Frauen- & Mädchenberatungsstellen)
Ulli Weish (Plattform 20000frauen)

 

Fotos: (c) Bettina Frenzel

Gegen den Mainstream – Auszeichnung für feministisches Engagement

Mittwoch, 5. April 2017 - 2:15

Der Österreichische Frauenring zeichnet Rechtsphilosophin Elisabeth Holzleithner, Filmemacherin Käthe Kratz und Rapperin Esra Özmen mit dem Frauenringpreis aus

Am Dienstagabend vergab der Österreichische Frauenring im Dachfoyer des Bundeskanzleramts zum fünften Mal den Frauenringpreis. Ausgezeichnet wurden Elisabeth Holzleithner, Professorin für Legal Gender Studies, die Filmemacherin und Autorin Käthe Kratz und die Rapperin Esra Özmen.

Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner eröffnete die Preisverleihung und würdigte das Schaffen ihrer Vorgängerin Sabine Oberhauser. "Ich bin angewiesen auf die Unterstützung der vielen Frauenorganisationen - meine Tür steht offen", kündigte die neue Frauenministerin im Rahmen ihrer Eröffnungsrede an.

„Ein Blick auf die Forderungen des Frauenvolksbegehrens vor 20 Jahren zeigt, wie aktuell es heute noch wäre. Die Bedingungen für emanzipatorische Politik sind schwieriger geworden – aus allen Ecken bläst der Wind entgegen“, beschrieb Sonja Ablinger, Vorsitzende des Frauenrings, die Widerstände gegen feministisches Engagement.

In den Würdigungsreden für die Preisträgerinnen wurden die vielfältigen Facetten des frauenpolitischen Engagements der Ausgezeichneten dargestellt. „Elisabeth Holzleithner ist eine produktive, eine hochgeschätzte und vielfach nachgefragte Wissenschaftlerin, die ihren Weg trotz allen Gegenwinds konsequent verfolgt“, sagte Laudator Professor Nikolaus Benke.

„Käthe Kratz ist eine der Pionierinnen der neuen Frauenbewegung in Österreich. Sie zeigt stets große Leidenschaft und Interesse für Menschen und ihre Geschichten“, beschrieb Laudatorin Andrea Hladky die Autorin und Regisseurin, die nicht zuletzt mit ihrem Fünfteiler „Lebenslinien“ als Filmemacherin Frauengeschichte geschrieben hat.

„Rap ist Widerstand“, bringt es Esra Özmen auf den Punkt. Die Künstlerin, die mit ihrem jüngeren Bruder Enes das Duo EsRap bildet, thematisiert  in ihren Songs auf unterschiedlichste Weise Diskriminierung und Marginalisierung. „Wir bewundern sie für ihren Mut und ihre Stärke. In der Jugendarbeit ist Esra ein wichtiges Vorbild für Mädchen und Burschen“, sagten die beiden Laudatorinnen Manuela Synek und Valbona Culjak. 

Zahlreiche Gäste aus Politik, Kunst, Wissenschaft und Vertreterinnen von dutzenden Frauenvereinen nahmen an der Festveranstaltung teil. Die Frauenringvorsitzende Sonja Ablinger freute sich über das Interesse an der Auszeichung für beeindruckende Frauen.

Für all jene, die bei der Veranstaltung nicht dabei sein konnten, stehen die Laudatio von Nikolaus Benke für Elisabeth Holzleithner und die Dankesrede von Käthe Kratz anbei als PDF-Dokumente zum Nachlesen bereit. Zudem hat der Fotograf Martin Juen die Veranstaltung fotografisch festgehalten.

Der Frauenring-Preis (c) Andy Wenzel
Frauenring-Preisträgerinnen 2017 mit BM Rendi-Wagner und ÖFR-Vorsitzender Sonja Ablinger
Frauenring-Preisverleihung 2017

Frauenpolitik muss aufgewertet werden

Montag, 6. März 2017 - 1:30

Frauenring fordert im Zuge der Nachbesetzung von Sabine Oberhausers Agenden ein eigenständiges Frauenministerium

„Wir müssen endlich unsere Sache selbst in die Hand nehmen und wenn notwendig mehr als nur kräftig auf den Tisch hauen.“ - Sabine Oberhauser

„Dieses Vermächtnis der viel zu früh verstorbenen Ministerin und leidenschaftlichen Politikerin Sabine Oberhauser sollte auch die Bundesregierung bei der Nachbesetzung des Amts der verstorbenen Gesundheits- und Frauenministerin leiten“, sagte Sonja Ablinger, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Die Dachorganisation der österreichischen Frauenorganisationen erneuert im Zuge der notwendig gewordenen Nachbesetzung die Forderung nach Schaffung eines eigenen Frauenministeriums mit besser ausgestatteten Ressourcen. „Frauenpolitik ist Querschnittsmaterie. Nur ein eigenständiges Frauenministerium mit umfassender Koordinierungskompetenz und entsprechenden Budgetmitteln wird dieser Tatsache gerecht“, stellte Ablinger fest. Die Themen der Geschlechtergerechtigkeit müssen endlich wieder ins Zentrum der politischen Agenda rücken.

Es bestehe dringender frauenpolitischer Handlungsbedarf. Das zeige auch der kürzlich veröffentlichte Sozialbericht des Sozialministeriums: Frauen sind wesentlich stärker armutsgefährdet als Männer und am Arbeitsmarkt nach wie vor strukturell benachteiligt. „Der Sozialbericht macht deutlich, wie weit Österreich von einer tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter entfernt ist. Das muss als Handlungsaufforderung an die Regierung gelesen werden“, sagte Sonja Ablinger. Im Gleichstellungsranking des Weltwirtschaftsforums rutschte Österreich zuletzt um 15 Plätze auf Rang 52 ab.

Zusätzlich verpflichte auch die verfassungsrechtliche Verankerung der Gleichstellung der Geschlechter und die europarechtliche Festschreibung von Gender Mainstreaming die Bundesregierung, Frauenpolitik als Querschnittsmaterie zu verankern und aufzuwerten. „Wir müssen frauenpolitisch kräftig auf den Tisch hauen – nicht nur am Internationalen Frauentag, sondern tagtäglich und überall“, zitiert Ablinger die verstorbene Frauenpolitikerin Sabine Oberhauser abschließend.

Che GueVavra: Der Revolutionär in mir

Samstag, 25. März 2017 - 19:30

Kabarett zugunsten der Wiener Frauenhäuser

Wie viele Revolutionen sind schon in Kinderzimmern von milchgesichtigen Pubertierenden ausgerufen worden, um das Establishment hinwegzufegen? Wie viele idealistische Pläne zur Weltverbesserung sind schon geschmiedet und dann doch auf später verschoben worden?

Um diese Fragen dreht sich das neue Programm von Heilbutt&Rosen-Mastermind Helmuth Vavra, das am 25. März um 19:30 Uhr im CasaNova Vienna (Dorotheergasse 6-8, 1010 Wien) aufgeführt wird. Tickets können unter cabaret [at] rcvi.at ( )für eine Spende von €45,- pro Ticketbestellt werden - die Einnahmen des Abends kommen den Wiener Frauenhäusern zugute. Jedes Ticket, das via E-Mail bestellt wird, beinhaltet ein Tombola-Los!

Dičimos -Sichtbarkeit: Romnja mitten in Wien

Samstag, 4. März 2017 - 18:00

Ausstellungseröffnung

Vivaro Viva Romnja veranstaltet am 04.03. die Eröffnung zu ihrer Ausstellung Dičimos -Sichtbarkeit ROMNJA MITTEN IN WIEN. Die Vernissage findet im Hotel Altstadt Vienna (Kirchengasse 41, 1070 Wien) statt.

Nähere Infos finden sich auf der Facebook-Seite von Dičimos -Sichtbarkeit ROMNJA MITTEN IN WIEN!

 

Buying Sex

Donnerstag, 2. März 2017 - 19:00

Filmvorführung und Diskussion

„Buying Sex“ untersucht die Frage der Reglementierung von Sexarbeit in Kanada im Jahr 2013 und greift alte Fragen und Kontroversen auf, wie Sexarbeit am „besten“ geregelt werden soll. Zentral ist die Frage, ob die Legalisierung von Sexarbeit für Sexarbeiter*innen vor allem Vorteile bringt – beispielsweise eine sicherere Arbeit ermöglicht – oder ob es Sexarbeiter*innen erst recht verletzlicher macht. Neben Kanada werden vor allem Neuseeland, wo Sexarbeit legalisiert ist und Schweden, wo das in Anspruch nehmen von Sexarbeit kriminalisiert ist als Beispiele herangezogen. In der Dokumentation kommen unterschiedliche Personengruppen zu Wort, angefangen bei Politiker*innen, Anwält*innen oder Kunden – vor allem aber Sexarbeiter*innen selbst. Dadurch schafft es „Buying Sex“ sich einer komplexen Thematik durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven zu nähern.

Die Veranstaltung wird von Take back the Streets – jeden Tag 8. März organisiert und findet im Hörsaal 2 NIG, Universitätsstraße 7 (1010 Wien) statt!

Komponistinnenporträt Gabriele Proy

Mittwoch, 1. März 2017 - 19:30

Konzertabend mit Moderation

Gabriele Proy, geboren 1965 in Wien, zählt zu den bekanntesten zeitgenössischen Komponistinnen Österreichs. 2013 wurde sie mit dem Preis der Stadt Wien für Musik geehrt. Von der emotionalen
Komponente, die zeitgenössischer Musik oft abgesprochen wird, verabschiedet sie sich keineswegs: „Es geht mir als Komponistin darum, dass die Zuhörerin, der Zuhörer ein intensives Hörerlebnis
hat.“ An der Wiener Musikhochschule absolvierte sie Instrumentalpädagogik in Gitarre, Komposition bei Erich Urbanner und elektroakustische Komposition bei Dieter Kaufmann. Ihre zahlreichen
Auftragswerke, die weltweit Beachtung finden, wurden u.a. vom Philharmonischen Chor München, dem Radiosymphonieorchester Wien, dem Denkmalchor Leipzig, dem Wiener Concert-Verein, den
Wiener Symphonikern, dem Hilaris Chamber Orchestra und dem Staatlichen Kammerorchester der Republik Belarus aufgeführt; an diesem Abend stehen Werke für Violine und Klavier im Mittelpunkt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Musiksalons der Österreichischen Nationalbibliothek im Palais Mollard (Herrengasse 9, 1010 Wien) bei freiem Eintritt statt. Es spielen Elena Denisova (Violine) und Alexei Kornienko (Klavier).

FrauenFilmTage 2017

Donnerstag, 2. März 2017 - 15:00 bis Donnerstag, 9. März 2017 - 23:00

USA im Fokus

Seit 2004 engagiert sich das Festival FrauenFilmTage für die Sichtbarkeit weiblichen Filmschaffens und arbeiten inhaltlich zu frauen- und gesellschaftspolitischen Problemstellungen.

Angesichts der aus feministischer Sicht besorgniserregenden politischen Entwicklungen in den USA interessieren sich die FrauenFilmTage 2017 heuer für neue FilmemacherInnen der USA. Dabei werden herausragende erste Spielfilme gezeigt, ungewöhnliche Erzählungen, liebenswerte Charaktere, die sich mit ihren Emotionen und Gefühlen auseinandersetzen, manchmal dabei gewinnen, aber auch verlieren.

Nähere Informationen und das vollständige Programm finden sich auf der Website der FrauenFilmTage 2017!

Streikt, Frauen!

Mittwoch, 8. März 2017 - 18:00

Autonome FrauenLesbenDemo

Unter dem Motto "Streikt, Frauen!" ruft das FrauenMädchenLesbenZentrum am 8. März zu einer Demo anlässlich des Internationalen Frauentags. Treffpunkt für die Demonstration ist im 18:00 Uhr am Christian Broda-Platz (U3 Station Westbahnhof), ab 18:30 Uhr zieht die FrauenLesbenDemo über die Mariahilferstraße zum Markus-Omofumo-Denkmal, wo eine Abschlußkundgebung mit Redebeiträgen Chor, Tanz und Performances stattfinden soll.

Nähere Infos finden sich auf der Website des FrauenMädchenLesbenZentrums!

Take Back The Streets - Jeden Tag 8. März!

Mittwoch, 8. März 2017 - 17:00

Demonstration zum 8. März

Der 8. März ist bekannt als der Internationale Frauenkampftag. Die Organisator*innen wollen diesen Gedanken aufnehmen und ausdrücklich auf alle Frauen beziehen, trans, nicht-binär wie cis. Sie wollen auch andere Menschen die patriarchale Unterdrückung erfahren unterstützen und ihnen eine Plattform geben. Zum Beispiel Leuten deren Geschlecht weder männlich noch weiblich ist, trans Männern oder intergeschlechtlichen Menschen. Alle diese Personen sind auf der Demo willkommen.

Neben der Demo werden in den ersten zwei Märzwochen auch eine Reihe an feministischen Workshops, Diskussionen und anderen Veranstaltungen, sowie Möglichkeiten sich zu beteiligen für die, die nicht zur Demo kommen können stattfinden.

Die Demonstration startet am 8. März 2017 um 17:00 Uhr am Urban-Loritz-Platz (1070 Wien). Mehr Informationen finden sich auf der Facebook-Seite Take Back The Streets - Jeden Tag 8. März!

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